Taizé Andachten

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Wir laden Sie herzlich zu unseren Taizé Andachten ein:

 

 

 

 

 

Die nächste Taizé Andacht findet am Sonntag, den 20.10.2019 statt. Die Andacht steht unter dem Thema: „Gerechtigkeit“

Wir beginnen die Taizé Andacht jeweils um 18:00 Uhr.


Die letzte Taizé Andacht am 24.03.2019 stand unter dem Thema:

„Dankbarkeit“

Die Taizé Andacht am 17.02.2019 stand unter dem Thema:

„Liebe“

Die Taizé Andacht am 13.01.2019 stand unter dem Thema:

„Aufbruch – Neuanfang“

Die Taizé Andacht am 18.11.2018 stand unter dem Thema:

„Fügung“

Die Taizé Andacht am 21.10.2018 stand unter dem Thema:

„Segnung“ 


Wer mehr über Taizé erfahren möchte – schaut am besten auf der Homepage der  Communité des frères de Taizé

 Ein paar allgemeine Informationen zu den Taizé Andachten:

In der Kirche in Taizé gibt es nur sehr wenige Stühle – die Kirche ist mit einem Teppichboden ausgelegt und die Besucher sitzen auf dem Boden oder benutzen ein Gebetsbänkchen zum Sitzen. Nur die älteren Brüder der Communité sitzen auf Stühlen.
Alle Brüder und die Gemeinde schauen in die gleiche Richtung zum Altar. Alles was gelesen wird, wird vom Platz aus gelesen. Denn so Frère Rogers Meinung – niemand soll sich vor dem Altar darstellen. Alle sind gleichwertig vor Gott – Brüder wie Gemeinde. Nur vor der Schriftlesung drehen die Brüder sich zur Gemeinde um, bevor sie sie vorlesen. Danach drehen sie sich wieder um.
Die Gesänge sind meditativer Art. Man singt ein und denselben Vers mehrere Male hintereinander, so dass man ihn bald auswendig singen kann. Der Sinn soll sein, sich den Text dieser Zeile bewusster zu machen und ihn mit dem Herzen zu verstehen. 
Das ganze Jahr über besuchen viele tausend Jugendliche von allen Kontinenten Taizé. Um auf ihre jeweiligen Besucher von der Sprache her einzugehen, gibt es die Taizé Lieder in vielen unterschiedlichen Sprachen und je nach Besuchergruppe werden die Lieder in den entsprechenden Sprachen gesungen. Auch die Schriftlesung wird in französisch und englisch in der Langversion verkündigt und in mindestens 3 weiteren Sprachen in einer verkürzten Version.
In einer Taizé Andacht gibt es keine Predigt. Statt dessen gibt es eine stille Zeit von etwa 5-7 Minuten, in der der Andachtsbesucher stille werden und auf Gott lauschen soll.

 

Taizé Andacht am 24.03.2019:

Lesung

Christus muss die Mitte bleiben


Ihr habt Jesus Christus als den Herrn angenommen; darum lebt nun auch in der Gemeinschaft mit ihm und nach seiner Art.! Seid in ihm verwurzelt und baut euer Leben ganz auf ihn. Bleibt im Glauben fest und lasst euch nicht von dem abbringen, was euch gelehrt worden ist. Hört nicht auf zu danken für das, was Gott euch geschenkt hat.

Kolosser 2, 6+7

Bruder Ansgar Stüfe sagt: Dankbarkeit ist eine Tugend, die eingeübt werden muss. Wer diese Tugend zur inneren Haltung entwickelt, bemerkt, wie sein Leben von anderen abhängt und wie viel ihm geschenkt wird, Gelingt uns das, empfinden wir unser Leben als Geschenk.
 
Anselm Grün führt aus:
Danken kommt von denken. Wer also richtig denkt, ist auch dankbar. Der undankbare Mensch denkt nicht richtig über sein Leben. Er verfehlt sein eigenes Menschsein.
Wer dankbar ist lebt bewusster. Dankbarkeit macht das Herz weit und froh. Dankbarkeit braucht die Freiheit und Freiwilligkeit.
Wenn du dankbar bist, gehst du nicht mehr unbewusst durch die Schöpfung, sondern denkend und dankend. Du wirst wahrnehmen, dass Dich in der Schöpfung der liebende Gott berührt und Dir zeigen möchte, wie verschwenderisch er für Dich sorgt.
In unserer Zeit wächst das Anspruchsdenken. Das vertreibt das dankbare Gedenken. Doch dieses Anspruchsdenken macht nicht glücklich. Zufrieden ist nur der dankbare Mensch.
 
Frau Dr. Corinna Paeth rät zu einem Tagesrückblick am Abend, bei dem man sich überlegt, für was oder wen man am Tag dankbar war.
 
Dietrich Bonhoeffer: Im normalen Leben wird es einem gar nicht bewusst, dass der Mensch unendlich mehr empfängt, als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht. Man überschätzt leicht das eigene Wirken und Tun in seiner Wichtigkeit gegenüber dem, was man nur durch andere geworden ist.

 

Taizé Andacht am 17.02.2019:

Lesung

Das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes

 

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Vergehen vergibt
und all deine Krankheiten heilt,
Er führt dien Leben aus der Todesnähe
und dich mit Liebe und Erbarmen krönt,
der dich mit Gutem dein Leben lang versorgt;
so fühlst du dich jung wie ein Adler.
Der Herr vollbringt Taten des Heils,
Recht verschafft er allen Unterdrückten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Isreaels seine Wundertaten.
Der Herr ist barmherzig und gnädig,
unendlich geduldig und reich an Güte.
Er liegt nicht alle Zeit mit uns im Streit,
er ist immer wieder zur Versöhnung bereit.
Er straft uns nicht, wie wir es verdienen,
und unsere Vergehen zahlt er uns nicht heim.
Denn so hoch der Himmel ist,
so hoch ist seine Liebe über denen,
die ihm mit Ehrfurcht begegnen.
So wie der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er unsere Missetaten von uns.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über alle, die ihm mit Ehrfurcht begegnen.

Lobe den Herrn, meine Seels.

Psalm 103

Der Psalm 103 preist die Liebe Gottes. Mit verschiedenen Bildern beschreibt er seine Taten und sein unerschöpfliches Mitgefühl. Er ist ein Bekenntnis, das einer persönlichen Erfahrung entspringt; er beginnt und endet mit dem Ruf: “Lobe den Herrn, meine Seele!“
Gott handelt. Wer dies erkennt, der beginnt zu verstehen, wie Gott im Leben der Menschen und in der Geschichte der Völker am Wirken ist. So sehnt sich der Glaubende immer tiefer danach, dass die Liebe Gottes sein ganzes Wesen erfülle.
Wer sich der grenzenlosen Güte Gottes gewiss ist, kann seine Masken ablegen und sich seine Armut und Verletzlichkeit eingestehen. Damit wird er frei für seine eigentliche Bestimmung; eng mit Gott zusammenzuarbeiten. Er kann die Menschen sehen, wie Gott sie sieht. Wer aus Gott lebt, kann nicht länger in Groll und Zorn verharren und Böses mit Bösem vergelten. Seine Beziehung zu den anderen verändert sich. Wer betet, entdeckt, dass er dazu berufen ist, die ganze Schöpfung auf diesem Weg mitzunehmen: Im jedem Menschen die Sehnsucht erwachen zu lassen, sich der Liebe Gottes zu öffnen und mit ihm zu leben.

 

Taizé Andacht am 13.01.2019:

Lesung

Josua wird Moses Nachfolger

Als Mose gestorben war, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn von Nun, der Mose bei seinen Aufgaben geholfen hatte:“ Mein Diener Mose ist tot. Nun wirst du Israel führen! Befiehl dem Volk, sich für den Aufbruch fertigzumachen. Ihr alle werdet den Jordan überqueren und in das Land ziehen, das ich euch gebe. Jedes Gebiet, das ihr betretet, gehört euch. Das habe ich schon Mose versprochen. Euer Land wird von der Wüste im Süden bis zum Libanon im Norden reichen und vom Euphrat im Osten bis zum Mittelmeer im Westen; das ganze Gebiet der Hetiter wird euch gehören.

Dein Leben lang wird niemand dir standhalten können. Denn ich bin bei dir, so wie ich bei Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab. Sei mutig und stark! Denn du wirst das Land einnehmen, das ich euren Vorfahren versprochen habe, und wirst es den Israeliten geben.

Halte dich mutig und entschlossen an das ganze Gesetz, das dir mein Diener Mose gegeben hat. Weiche kein Stück davon ab! Dann wirst du bei allem, was du tust, Erfolg haben. Sag dir die Gebote immer wieder auf! Denke Tag und Nacht über sie nach, damit du dein Leben ganz nach ihnen ausrichtest. Dann wird dir alles gelingen, was du die vornimmst. Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.“

Josua 1, 1-9

 

Taizé Andacht am 18.11.2018:

Lesung

Die Bergpredigt: Kümmert euch um die Herrschaft Gottes

Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben nur um eine Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen was ihr anzieht? Seht euch die Wiesenblumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten und ohne sich Kleider zu machen. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit war so schön gekleidet wie eine von ihnen. Gott macht die Wiesenblumen so schön. Und dabei gehen sie an einem Tag auf und werden am nächsten Tag im Backofen verbrannt. Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern. Ihr habt zu wenig Vertrauen!

Macht euch also keine Sorgen! Fragt euch nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Um all diese Dinge dreht sich das Leben der Heiden.
Euer himmlischer Vater weiß doch, dass ihr das alles braucht.

Strebt vor allem anderen nach seinem Reich und nach seinem Willen – Dann wird Gott euch auch das alles schenken.
Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag –
der wird schon für sich selber sorgen.
Es reicht, dass jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten hat.

Mattäus 6, 27-34

 

Der Duden beschreibt Fügung als ein Eingreifen göttlicher Macht – Abfolge von Ereignissen, hinter denen eine göttliche, übernatürliche Macht steht.

 

Was hat nun dieser Bibeltext mit unserem Thema „Fügung“ zu tun?

 

Wie geschieht „Fügung“ in unserem Leben?

Indem ich nicht die Kontrolle habe – ich gebe die Kontrolle ab – ich lasse geschehen und staune. Es ist ein inneres Erleben, eine spirituelle Erfahrung und ein Staunen und Wundern.
Ich verstehe nicht sofort, aber im Nachhinein verstehe ich – erkennt mein Herz die Fügung. Wie Dinge sich gefügt haben und nun gut zusammenpassen.

 

Wenn ich im Vertrauen auf Gott lebe – und nun kommt unser Bibeltext ins Thema – dann kann ich die Kontrolle über mein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legen und auch mal abgeben und ihn walten lassen.
D.h. nicht untätig zu sein, nein, im Bibeltext steht was wir machen sollen, was wichtig ist – „strebt nach seinem Reich und seinem Willen“ und dies ist die 3 fache Liebe – liebe Gott, liebe dich selbst und liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Und für alles andere gilt – ich muss nicht immer alles allein schaffen – ich habe einen liebenden, führsorglichen Vater, der mit mir geht, der mir die Menschen an meine Seite stellt, die ich gerade brauche.

 

Wenn ich an einen liebenden, führsorglichen Gott glaube, der es gut mit mir meint, dann bin ich stark genug Katastrophen und Krisen in meinem Leben anzunehmen und zur Entwicklung zu nutzen. Mehr Vertrauen in Gott hilft mir meine Ängste zu überwinden.

 

Taizé Andacht am 21.10.2018:

Lesung

Die Segnung der Kinder

 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an.
Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.“
Wahrlich, ich sage euch: „Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.
                                                                                     

                                                                                                                                                  Markus 10, 13-16

Das Urwort des Segens hat Gott über jeden von uns gesagt:
„Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter, an dir habe ich Gefallen.“

Wenn ich einen anderen segne, dann lasse ich ihn leibhaft erfahren, dass er ganz und gar geliebt ist, dass Gottes Liebe alles in ihm durchdringt, seine guten und auch negativen Anteile.

 

In welchen Situationen segnen wir?

Einige von uns erinnern sich, dass Kinder gesegnet werden, wenn sie das Haus verlassen – die Mutter sagt: „Gott schütze dich“ und markiert ein Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes.
Wir segnen Speisen – Wettersegen, Segnung von Haus und Wohnung, Krankensegen und Reisesegen …
Welche anderen Dinge fallen ihnen ein?

 

In der evangelischen Kirche wird der Segen im Unterschied zur katholischen Kirche nur Personen erteilt.

 

 Was sind die Gründe für eine Segnung?

 Ich fühle mich wohl, wenn ich gesegnet werde. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Ich fühle mich nicht allein, ich gehe sicherer in die neue Woche, in den neuen Tag mit einem Segen.

Ich lebe bewusster, denn:

Ich mache mir bewusst, dass ich nicht alles allein erreichen kann. Ich mache mir bewusst, dass ich Gott und andere Menschen brauche. Die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben kann ich nicht allein beeinflussen.

 

 Wie verändert mich ein Segen?

 Ich empfange – und kann etwas aus dem Segen machen, anstatt nur zu funktionieren. Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Geht es mir gut, kann ich anderen Gutes tun und gebe etwas weiter. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Menschlichkeit und die sozialen Kontakte immer mehr zurückgedrängt werden.

Ich gehe gestärkter in meinen Alltag, in die neue Woche.

 

Erbitten sie den göttlichen Segen in einem Gebet für Situationen, vor denen sie Angst haben oder sich unsicher fühlen.

Vielleicht können sie am Morgen oder Abend im Geist durch die Häuser und Wohnungen der Menschen gehen, die sie und ihr Leben berühren und für sie den Segen Gottes erbitten.