Taizé Andachten

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Wir laden Sie herzlich zu unseren Taizé Andachten ein:

 

Die nächste Taizé Andacht findet am Donnerstag, den 14.12.2017 im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders statt. Die Andacht steht unter dem Thema: “Licht”

Dies ist die letzte Andacht im Herbst 2017. Freuen sie sich schon auf das Frühjahr, wenn wir mit unserem Themenkreis fortfahren – Mut wird dann das nächste Thema sein.

Für 2017/2018 haben wir uns den “Weg zur Heilung” aus dem Buch von Jana Haas “Heilen mit der göttlichen Kraft” als Themen der einzelnen Andachten vorgenommen:

Erkenntnis – Verständnis – Vergebung – Vertrauen – Mut – Loslassen – Liebe

Jeder Schritt baut auf dem vorhergehenden auf. Ohne Erkenntnis gibt es kein wahres Verständnis. Ohne Verständnis gibt es keine wahre Vergebung. Ohne Vergebung gibt es kein wahres Vertrauen usw. Alle Schritte aber führen zur All-Liebe.

Wir beginnen die Taizé Andacht jeweils um 18:00 Uhr.


Die letzte Taizé Andacht am 05.11.2017 stand unter dem Thema:

“Vertrauen”

Die vorletzte Taizé Andacht am 26.03.2017 stand unter dem Thema:

“Vergebung”

Die vorhergehende Taizé Andacht am 12.02.2017 stand unter dem Thema:

“Verständnis” 

Die Taizé Andacht am 08.01.2017 beschäftigte sich mit dem Thema:

“Erkenntnis”

   


Wer mehr über Taizé erfahren möchte – schaut am besten auf der Homepage der  Communité des frères de Taizé

 Ein paar allgemeine Informationen zu den Taizé Andachten:

In der Kirche in Taizé gibt es nur sehr wenige Stühle – die Kirche ist mit einem Teppichboden ausgelegt und die Besucher sitzen auf dem Boden oder benutzen ein Gebetsbänkchen zum Sitzen. Nur die älteren Brüder der Communité sitzen auf Stühlen.
Alle Brüder und die Gemeinde schauen in die gleiche Richtung zum Altar. Alles was gelesen wird, wird vom Platz aus gelesen. Denn so Frère Rogers Meinung – niemand soll sich vor dem Altar darstellen. Alle sind gleichviel wert – Brüder wie Gemeinde. Nur vor der Schriftlesung drehen die Brüder sich zur Gemeinde um, bevor sie sie vorlesen. Danach drehen sie sich wieder um.
Die Gesänge sind meditativer Art. Man singt ein und denselben Vers mehrere Male hintereinander, so dass man ihn bald auswendig singen kann. Der Sinn soll sein, sich den Text dieser Zeile bewusster zu machen.
Das ganze Jahr über besuchen viele tausend Jugendliche von allen Kontinenten Taizé. Um auf ihre jeweiligen Besucher von der Sprache her einzugehen, gibt es die Taizé Lieder in vielen unterschiedlichen Sprachen und je nach Besuchergruppe werden die Lieder in den entsprechenden Sprachen gesungen. Auch die Schriftlesung wird in französisch und englisch in der Langversion verkündigt und in mindestens 3 weiteren Sprachen in einer verkürzten Version
In einer Taizé Andacht gibt es keine Predigt. Statt dessen gibt es eine stille Zeit von etwa 5-7 Minuten, in der der Andachtsbesucher stille werden und auf Gott lauschen soll.

Taizé Andacht am 08.01.2017:

Lesung                                                                              

Das Hohelied der Liebe

 Die Liebe wird niemals vergehen. Einmal wird es keine Prophetien mehr geben, das Reden in unbekannten Sprachen wird aufhören, und auch Erkenntnis wird nicht mehr nötig sein. Denn unsere Erkenntnis ist bruchstückhaft, ebenso wie unser prophetisches Reden. Wenn aber das Vollkommene da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein. Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind. Jetzt bin ich ein Mann und habe das kindliche Wesen abgelegt. Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.                                                                                              1.Korinther 13, 8-12

Taizé Andacht am 12.02.2017:

Lesung:

Jesus und die Ehebrecherin

Jesus aber begab sich zum Ölberg. Früh am Morgen kehrte er zum Tempel zurück. Das ganze Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte sie.

Da führten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: „Lehrer, diese Frau da wurde auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt. Im Gesetz schreibt uns Mose vor, eine solche Frau zu steinigen. Was sagst du denn dazu?“

Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen, um ihn anklagen zu können. Aber Jesus beugte sich nur nach vorn und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nicht aufhörten zu fragen, richtete er sich auf und sagte zu ihnen:

„Wer von euch ohne Schuld ist, soll den ersten Stein auf sie werfen.“

Dann beugte er sich wieder nach vorn und schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, ging einer nach dem anderen fort, die Ältesten zuerst,  Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die immer noch dort stand. Jesus richtete sich auf und fragte: „Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“ Sie antwortete: „Niemand, Herr.“  Da sagte Jesus: “Ich verurteile dich auch nicht. Geh! Aber tue von jetzt an kein Unrecht mehr.                                 Johannes 8, 1-11

Taizé Andacht am 26.03.2017:

Lesung

Grenzenlose Vergebung

Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn:
„Herr, wenn mein Bruder oder meine Schwester an mir schuldig wird, wie oft soll ich ihnen vergeben? Bis zu siebenmal?“
Jesus antwortetet ihm: „Nicht nur siebenmal!
Ich sage dir: Bis zu siebzigmal siebenmal!“

Das Gleichnis vom hartherzigen Verwalter
Jesus fuhr fort:
„Das Himmelreich gleicht einem König, der mit den Verwaltern seiner Güter abrechnen wollte. Gleich zu Beginn wurde einer zu ihm gebracht, der ihm zehntausend Talente schuldete. Er konnte ihm nichts davon zurückzahlen. Da befahl der König: „Er soll als Sklave verkauft werden, ebenso seine Frau und seine Kinder. Verkauft auch seinen ganzen Besitz – so kann wenigstens ein Teil zurückbezahlt werden.“
Der Mann fiel auf die Knie und flehte den König an: „Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen!“ Da bekam der Herr Mitleid mit dem Mann. Er gab ihn frei und erließ ihm die Schulden.
Der Mann ging hinaus und traf dort einen anderen Verwalter, der schuldete ihm 100 Silberstücke. Er packte ihn an der Kehle, würgte ihn und saget: „Bezahl deine Schulden!“
Der anderer fiel vor ihm auf die Knie und flehte ihn an: „Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.“
Aber das wollte der Mann nicht – im Gegenteil: Er ging weg und ließ seinen Mitverwalter ins Gefängnis werfen. Dort sollte er bleiben, bis seine Schulden bezahlt waren.
Die übrigen Verwalter bekamen mit, was da vor sich ging, und waren empört. Sie gingen zum König und berichteten ihm alles. Da ließ der Herr seinen Verwalter zu sich kommen. Er sagte zu ihm: „Du böser Mensch! Deine ganzen Schulden habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast.
Und du? Warum hattest du kein Erbarmen mit dem anderen Verwalter – so wie ich mit dir?“
Voller Zorn übergab er ihn den Folterknechten – bis seine Schulden bezahlt waren.
So wird mein Vater im Himmel auch euch behandeln – wenn ihr eurem Bruder oder eurer Schwester nicht von Herzen vergebt.“

Matthäus 18, 21-35

Taizé Andacht am 05.11.2017:

Lesung

Die ersten Jünger

Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus und wollte hören, wie er Gottes Wort verkündete. Jesus stand am See Gennesaret. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten die Netze.

Jesus stieg in eines der Boote, das Simon gehörte. Er bat Simon, ein Stück vom Ufer wegzufahren. Dann setzte er sich und sprach vom Boot aus zu den Leuten.

Als Jesus seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: „Fahre hinaus in tieferes Wasser! Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen!“ Simon antwortete: „Meister, wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet und nichts gefangen.

Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.“
Simon und seine Leute warfen die Netze aus. Sie fingen so viele Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Sie winkten die Fischer im anderen Boot herbei. Sie sollten kommen und ihnen helfen. Zusammen beluden sie beide Boote, bis sie fast untergingen.

Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte:
„Herr geh fort von mir!
Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist!“
Denn Schrecken ergriff ihn und die anderen, die dabei waren, weil sie einen so gewaltigen Fang gemacht hatten.
So ging es auch Jakobus und Johannes, den Söhnen von Zebedäus. Sie arbeiten eng mit Simon zusammen.
Da sagte Jesus zu Simon:
„Hab keine Angst!
Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!“

Da zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten Jesus.

Lukas 5 1,11